Manuelle Lymphdrainage

Geschichte der Manuellen Lymphdrainage
Anfang der 1930er Jahre entwickelte Dr.Vodder aus Dänemark die manuelle Lymphdrainagemassage. Dr. Vodder bot Jahre später Kurse und Vorträge in Manueller Lymphdrainage an. Unter den Teilnehmern war u.a. Ch. Bartetzko, spätere Ehefrau von Dr. Asdonk. Erst 40 Jahre später wurde aufgrund der Forschung und Dokumentation des Essener Arztes Dr. Johannes Asdonk als Therapieform anerkannt.
Dr. Asdonk gründete 1972 im Schwarzwald dir erste Lymphd- und Ödemklinik der Welt. Die Manuelle Lymphdrainage nach Dr. Vodder wurde 1974 erstmals von den Ersatzkassen in den Abrechnungskatalog aufgenommen.

Wirkungsweise
Mit Hilfe der Manuellen Lymphdrainage werden die Lymphgefäße dazu angeregt, überschüssige Flüssigkeit aus dem betroffenem Gewebe abzutransportieren. Dabei wird die zu behandelnde Stelle mit kreisförmigen pumpenden Bewegungen und unter leichtem Druck massiert und verschoben, so daß die angesammelte Flüssigkeit aus dem Gewebe in das Lymphgefäßsystem gelangen kann. Das Lymphgefäßsystem kann sich aktiv zusammen ziehen. Durch das Öffnen und Schließen der Klappen im den Lymphgefäßen kommt es so zum Weitertransport der Abfallstoffe bzw. der Flüßigkeit. Gleichzeitig wird der Lymphfluss ähnlich wie bei den Venen durch Muskelaktivität angeregt.

Typische Anwendungsgebiete sind zum Beispiel

  • Schwellungen nach Verletzungen oder Operationen
  • Stauungen der Lymphflüssigkeit in einem Körperteil (Lymphödem) Wassereinlagerungen bei rheumatischen Erkrankungen.
  • chronisch venöse Schwäche

Die Manuelle Lymphdrainage darf nur von Therapeuten mit einer Zusatzqualifikation von mind. 170 Std und einer Zeretifikatsprüfung durchgeführt werden.